Das Gehirn und der Sport

„In der Evolution sind Gehirne entstanden, um Bewegung zu ermöglichen.“
 Prof. Dr. Gerd Kempermann (Hirnforscher)
Aktuelle Studien an den Sporthochschulen in Köln (Studiengang Neuroplastizität) und in Mainz (Differenzielles Lernen) bestätigen, dass es eine immer engere Verknüpfung zwischen Hirn und Lernleistung gibt und eben nicht wie immer angenommen, das eine das andere trainiert, sondern das die Vernetzung vereinfacht gesagt, gemeinsam erfolgen muss, also mit einer bestimmten Art von Bewegung ganz gezielt Hirnareale angesprochen werden, die vorher vernachlässigt wurden. Die moderne Hirnforschung weiß, dass sich Gehirnstrukturen wandeln und ganze Gehirnareale ihre Form positiv verändern können – auch zu Gunsten von Höchstleistungen. Das Gehirn ist ein flexibles, plastisches Organ, das durch seinen Gebrauch geformt wird. Und am besten durch den unterschiedlichsten Gebrauch.

Dopamin fürs Hirn

Professor Dr. Wolfgang Schöllhorn von der Gutenberg-Universität in Mainz beschreibt das unter dem wissenschaftlichen Ansatz des Differenziellen Lernens wie folgt: „Die Grundidee ist, dass unser Gehirn aus Differenzen lernt. Viele Wiederholungen alleine bringen wenig. Wir lernen quasi von den Kindern. Die wiederum lernen so schnell, weil sie in allem was sie tun, neue, für sie noch nie dagewesene Anteile haben. Muss ein Hirn neue Aufgaben bewältigen, schüttet es verstärkt Dopamin aus, und das erleichtert wiederum das lernen.“ Klaus Breitung verfolgt diesen Ansatz, indem er den Sportlern sportartferne Impulse vermittelt.