Ganzheitlichkeit im Sport und warum sie viele nur in Teilen wahrnehmen

Trotz der vielen wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen wird das Wissen aus diesen Erfolgsgeschichten nur rudimentär eingesetzt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Meistens fehlt es an einer Bündelung von Kapazitäten in Raum und Personal, am Wissen um diese Möglichkeiten und einer Idee für ein ganzheitliches Konzept.
Doch was heißt überhaupt ganzheitliches Konzept?
Das Wort „Ganzheitlich“ hat der Sport vor allem aus der Medizin übernommen. Der Mensch wird hiernach aus seinem Lebenskontext heraus vor allem unter der Berücksichtigung von Subjektivität und Individualität als Ganzes betrachtet. Der Mensch wird als offenes System gesehen, dessen Teile in wechselseitiger Beziehung zueinanderstehen. Es geht um die Einheit von Körper, Seele und Geist sowie Ideale und Wertvorstellungen, Lebensweise und das soziale Umfeld.
Auf den Sport übertragen heißt das, den Körper durch Präzision, durch Koordination, Antizipation, durch mentale Stärke und Vernetzung zwischen Gehirn und Bewegung besser zu belasten, um ihn dadurch körperlich zu entlasten. Weniger Kraft – mehr Intelligenz.

Obwohl die Ganzheitlichkeit in aller Munde ist, setzen die wenigsten Vereine diese Idee auch tatsächlich für ihre Sportler um. Hören wir erfolgreichen Sportlern zu, erfahren wir, dass sie sich im Laufe ihrer Karriere ihr ganzheitliches Umfeld selbst geschaffen und zusammen gesucht haben.