Erfahrungen von Karsten Dilla mit KTS

Jeder Muskel macht einen ausgezeichneten Eindruck, die Fettwerte stimmen, die Beweglichkeit ist super. Karsten Dilla (24) hat den Körper, den jeder einem Model-Athleten zuordnen würde. Er ist Stabhochspringer, gehört zu den besten Deutschen und will aber mehr. Nach Rio, zu den Olympischen Spielen. „Es war aber so, dass ich mich in den vergangenen vier Jahren nicht wesentlich verbessert habe. Mein alter Trainer sagte mir damals einmal, mir würde die Einstellung fehlen und ich hätte zu wenig Biss.“

Karsten unterhielt sich mit Sportpsychologen und fand aber keinen geeigneten Ansatz. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich jetzt entscheidend weiter entwickelte.“ Es begann die Zeit, wo jeder einen gutgemeinten Tipp hatte. Carsten verfolgte lose Spuren und trainierte hart weiter. Klaus Breitung, Chef von PhysioSport behandelte Karsten schon länger. Er hat schon hunderte von Top-Athleten therapiert, unter anderem Dirk Nowitzki. Er sagt: „Die Grenze der körperlichen Belastbarkeit ist bei den meisten Top-Athleten erreicht. Um ihre Leistung zu steigern, ohne ihre Körper zu schinden, gilt es den mentalen und den neuroplastischen Bereich zu nutzen. Das gleiche gilt übrigens auch für Menschen in Führungspersonen.“

Gerade das Beispiel Dirk Nowitzki, auch die Dokumentation „Tanz der Athleten“ mit dem Weltklasse US-Footballer Lynn Swann oder der Erfolg des schwedischen Fussball-Profi Zlatan Ibrahimovic spielten bei seiner Recherche eine Rolle. „Dirk Nowitzki spielte Saxophon, Swann tanzte Ballet von klein auf und Zlatan Ibrahimovic kämpfte.“ Sie alle haben neben ihrem Talent, ihren körperlichen Voraussetzungen einen weiteren Schlüssel zum Erfolg gefunden. Ibrahimovic betont in Interviews immer wieder: „Ich verdanke meine Flexibilität und meine Reaktionsschnelligkeit definitiv meinem Schwarzen Gürtel in Taekwondo.“

Aus diesen Erfahrungen und den aktuellen Kenntnissen der Hirnforschung entwickelte Klaus Breitung das Konzept Keys to Success (KtS). „Aktuelle Studien an den Sporthochschulen in Köln im Studiengang Neuroplastizität oder auch die Forschung an der Universität in Mainz zum Differenziellen Lernen bestätigen, dass es eine immer engere Verknüpfung zwischen Hirn und Lernleistung gibt und eben nicht wie immer angenommen, das eine das andere trainiert, sondern das die Vernetzung vereinfacht gesagt, gemeinsam erfolgen muss, also mit einer bestimmten Art von Bewegung ganz gezielt Hirnareale angesprochen werden, die vorher vernachlässigt wurden.“

Karsten Dilla erzählt: „Tanzen war nichts für mich, ein Musik-Instrument spielen hätte mich auch nicht weitergebracht.“ Für ihn war es die dritte Option. „Mein Vater hatte mir früher schon gesagt, dass Kampfsport für mich nicht schlecht wäre, weil ich im Bereich Explosivittät und Schnelligkeit bei gleichzeitiger Beweglichkeit noch Potential hätte.“ Klaus Breitung vermittelt in zu seinem KtS-Partner Stephan Nordin Abdelbaki, Mental-Trainer und Kampfsportler. Er ist selbst Meister der Kampfkunst in sieben Stilarten und hat den Blick für die Menschen. „Ich sehe sehr schnell, welcher Wettkampftyp vor mir steht. Ich lese die Körpersprache und arbeite mit den Menschen an der Geist-Körper-Seele-Verbindung.“

Bei Karsten war ihm schnell klar, dass er ein absoluter Kopf-Typ ist. „Er ist körperlich in einem exzellenten Zustand, aber mit nett geht es nicht weiter.“ Es ist die Arbeit an diesem Detail, die ihn womöglich nach Rio katapultiert. „Die Arbeit mit Stephan schlägt sehr gut an. Sie fordert mich einmal die Woche auf eine ganz andere, anstrengende aber auch wohltuende Art. Ich muss mich selbst erkennen“, sagt Karsten. Stephan ergänzt: „Karsten hält das Hadern auf. Es klingt vielleicht befremdlich, aber er muss das Tier springen lassen, nicht den Kopf. Er wird lernen, sich im Hier und Jetzt pudelwohl zu fühlen. Und wenn das Hier und Jetzt der Wettkampf ist, dann sollte er sich auch im Wettkampf wohlfühlen. Es geht darum, die eigenen Grenzen geistig zu erweitern.“

Für Karsten funktioniert der Kampfsport, andere suchen tanzen und musizieren für sich aus oder kombinieren die Reize. Keys to Success arbeitet mit den Besten zusammen. Im Tanz setzt Klaus Breitung die amtierenden Tanz-Weltmeister Simone Segatori und Annette Sudol und die Tänzer und Choreographen Lotta Svalberg und Pascal Sani ein. „Die Fußballprofis Lukas Sinkiewicz und Patrick Helmes haben schon erfolgreich mit Lotta und Pascal gearbeitet. In jeder Sportart steckten tänzerische Elemente“, erklärt Klaus Breitung. Im Bereich Musik setzen Yuhao Guo und Felix Koltrum, zwei junge prämierte Pianisten, Impulse. Die Musik spricht nachweislich bestimmte Hirnregionen an, die wiederum starke Auswirkungen auf die Motorik und Sinne haben. Klaus Breitung: „Dirk Nowitzki hat mit dem Spielen des Saxofons seine rechte und linke Hirnhälfte gleichzeitig benutzt und dadurch nicht nur Fingerfertigkeit für präzise Würfe, sondern auch seine Rhythmusfähigkeit extrem geschult.“

Als Plus-Angebot legt KtS mit den Visual-Trainern Sabine Nebendahl und Stefanie Hennigfeld einen Scheinwerfer auf das Auge. „Viele Sportler sind noch lange nicht auf dem Höhepunkt ihrer visuellen Leistungsfähigkeit. Wir trainieren mit jedem Sportler individuell, auch in seiner Umgebung mit seinem Equipment, sprich der Helm bei den Hockey – und Eishockey-Torhütern oder auch bei den Skifahrern, Rennfahrern oder Fechtern“, erklärt Sabine Nebendahl.

Der ASV steht als Standort für Keys to Success. „Es gibt keinen besseren Ort“, sagt Klaus Breitung. „Hier finden junge Sportler, Profis oder auch Führungspersonen reale Bedingungen, um wissenschaftliche Erkenntnisse zur Leistungssteigerung zu nutzen.